FAQ – Häufige Fragen zu HappyMed?

Einsatz & Effekt:

In welchen Abteilungen und bei welchen Eingriffen wird HappyMed eingesetzt?

In der Anästhesie bei Vollnarkosen im Einleitungsraum oder im Aufwachraum und bei Eingriffen in Regionalanästhesie auch direkt im OP. In der Kardiologie bei Perkutaner Transluminaler Coronarer Angioplastie (PTCA), Perkutaner Transluminaler Angioplastie (PTA), Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) und der Elektrophysiologischen Untersuchung des Herzens (EPU). Und der Onkologie bei Strahlentherapie, Infusionstherapie sowie Knochenmarkspunktionen.

Ist der Effekt der audiovisuellen Sedierung wissenschaftlich bewiesen?

Über 80 % der menschlichen Sinneseindrücke werden über Augen und Ohr wahrgenommen, was die audiovisuelle Sedierung zu einer enorm wirksamen Methode zur Stress- und Angstreduktion macht. HappyMed bietet selbst für Patienten in psychisch sehr belastenden Situationen einen Rückzugsort und hilft, auf positive Gedanken zu kommen. Für medizinische Einrichtungen ergibt sich dadurch eine Alternative zum erhöhten Einsatz von Sedativa und ein probates Mittel, um die Akzeptanzquote von regionalen Anästhesien erhöhen.

Zahlreiche Studien konnten den Zusammenhang zwischen positiver audiovisueller Ablenkung und geringerem Stress-, Angst- und Schmerzempfinden bereits nachweisen.

  • Höhere Akzeptanzquote von Regionalanästhesie: More patients choose a local anesthetic process instead of general anesthesia, if a distraction device is offered to them (Willis, 2010).
  • Geringeres Risiko, weniger Komplikationen und weniger Folgekosten: Video glasses have been used throughout longer operations under epidural anesthesia already and were described as a very useful tool. Hence, by offering an audiovisual distraction device, risks, complications and follow-up costs associated with general anesthesia could be avoided (Athanassoglou, 2015)
  • Weniger Stress & Angst: Children who experience video distraction are significantly less anxious at induction and show a significantly smaller increase in anxiety from holding to induction than children who are only distracted by nurses (Mifflin et al., 2012).
  • Geringeres Schmerzempfinden: During painful puncture procedures, audiovisual distraction can significantly decrease the intensity of pain perception in paediatric inpatients (Oliveira, Santos, & Linhares, 2017).
  • Weniger Sedativa: By providing audiovisual distraction for patients undergoing elective colonoscopy, the requirements of propofol could be reduced significantly (Lee et al., 2004). A comparative study found that audiovisual distraction by means of video glasses reduces preoperative anxiety just as well as midazolam (Kerimoglou, 2013).
  • Schnellere Erholung: Patients receiving audiovisual distraction can be discharged from the recovery room significantly earlier than patients receiving sedative premedication. This relates to emergence delirium, which occurs less often when patients receive audiovisual distraction in the preoperative setting (Seiden et al., 2014).

Ein umfangreicheres Whitepaper zur Studiensituation können Sie hier downloaden.

Was ist der Unterschied zu einer Virtual-Reality-Brille?

Virtual-Reality-Brillen erfreuen sich in der Unterhaltungsindustrie großer Beliebtheit, haben im medizinischen Einsatz im OP jedoch einige Nachteile. Beim Tragen der Virtual Reality Brille sollte der Patient den Kopf bewegen und drehen können, nur so kann er die volle Umgebung wahrnehmen. Im OP ist es allerdings nicht sinnvoll, wenn Patienten ihren Kopf hin und her bewegen. Außerdem wurde festgestellt, dass Virtual-Reality-Brillen bei manchen Patienten Schwindel auslösen können. Ein weiterer Nachteil liegt ist der Fokus der VR-Brillen auf die visuelle Ebene. Patienten werden quasi nur räumlich abgelenkt und nicht akustisch. Sie können als die Umgebungsgeräusche wahrnehmen und das erschwert wiederum den Beruhigungseffekt. Aus diesen Gründen setzen wir bei HappyMed auf eine klassische Videobrillen mit Kopfhörern.

Anwendung:

Wie gut wird die Brille von Patienten und Pflegepersonal angenommen? Gibt es dazu Zahlen?

Das Programm bietet wahlweise Unterhaltung oder Entspannung für jedes Alter – für Kinder als auch für Senioren. Die Patienten können zwischen Komödien, Hollywoodfilmen, klassischen Konzerten, Natur-Dokumentationen, Kinderfilmen oder Entspannungsinhalte wählen.

Nach einer Erhebung in mehreren Kliniken einer deutschen Klinikkette (n=110) würden 92 % der Patienten HappyMed wiederverwenden. Das medizinische Personal hat in über 80 % der Fälle Freude daran, mit HappyMed zu arbeiten. Bei 45 % der Interventionen können durch HappyMed Sedativa, Schmerz- oder Narkosemittel eingespart werden.

Bei 73 % dieser Fälle konnte sogar vollständig auf Medikation verzichtet werden.

Funktioniert die Anwendung auch mit Brille oder Beatmungsgerät?

Ja, für Brillenträger lassen sich die Dioptrien für jedes Auge separat einstellen, sodass garantiert ein scharfes Bild entsteht.

Die Brille ist ergonomisch gestaltet und sitzt locker auf der Nase. Daher kann die Brille auch während des Tragens eines Beatmungsgerätes eingesetzt werden.

Wie lange hält der Akku?

Der Akku von HappyMed hält bis zu 10 Stunden. Damit eignet sich die Brille zum täglichen Einsatz – für mehrere aufeinanderfolgende kurze Eingriffe und auch für länger andauernde Eingriffe.

Wie einfach lässt sich das Gerät reinigen/desinfizieren?

Die HappyMed Videobrille ist durch ihre hygienischen Oberflächen komplett desinfizierbar und die Einweg-Kopfhöhrerüberzieher sind auswechselbar. Des Weiteren ist ein Reinigungsplan vorhanden.

Ist der Einsatz im OP sicher, ist HappyMed ein zertifiziertes Medizinprodukt?

HappyMed ist ein zertifiziertes Medizinprodukt Klasse I und der Einsatz im OP ist sicher. 

Alle Filme sind direkt auf dem Mediencenter lokal gespeichert. So kann HappyMed auch im OP ohne W-LAN und ohne Internet eingesetzt werden. System- und/oder Aktualisierungen finden beim Aufladen (über Nacht) statt.

Anschaffung

Wie viel kostet die HappyMed-Videobrille?

Die Videobrille wird ausschließlich vermietet, die monatlichen Kosten für eine  Brille liegen bei 199 Euro. Ein Kauf ist nicht möglich. Grund dafür ist das Management der Lizenzverträge für die Videoinhalte sowie das Abführen der Lizenzgebühren in regelmäßigen Abständen. Damit übernimmt HappyMed die Kuratierung der Inhalte vollumfänglich bis hin zum Management der Nutzungsrechte. Krankenhäuser sind somit rechtlich umfassend abgesichert. Die Inhalte werden im übrigen regelmäßig aktualisiert und erweitert. Neben den medizinischen Vorteilen durch besser beruhigte Patienten entstehen für das Krankenhaus auch positive ökonomische Effekte. Durch die audiovisuelle Ablenkung kommt es zur Einsparung von Medikamenten. Vor allem aber zu einer Entlastung des Pflegepersonals bei der Op-Vorbereitung sowie im Aufwachraum.

Wie sehr lohnt sich die HappyMed-Videobrille betriebswirtschaftlich?

Medizinische Eingriffe bedeuten für viele Patientnen Stress und Angst. Reagiert wird hier oft mit dem erhöhten Einsatz von Sedativa oder  Vollnarkosen. Das Resultat sind jedoch mehr Komplikationen (wie z.B. postoperatives Delir), eine verlängerte  Zeit bis zur Extubation, eine längere Verweildauer im Aufwachraum und damit einhergehend auch ein erhöhter Betreuungsaufwand des Anästhesie- und/oder Pflegepersonals.

Zum Beispiel verweilen Patienten, welche ein postoperatives Delir entwickeln, im Schnitt 4,2 Tage länger im Krankenhaus und verbrauchen zusätzliche Ressourcen im Wert von 1.200 €.

Oder Patienten, welche vor der Regionalanästhesie zusätzlich sediert werden, müssen verpflichtend 2 Stunden im Aufwachraum überwacht werden. Eine Stunde im Aufwachraum kostet durchschnittlich 600 €.

Mit der HappyMed Videobrille ergibt sich somit ein Einsparungspotential durch mehr Regionalanästhesie statt Allgemeinanästhesie, durch weniger pharmazeutische Sedierung, durch eine verkürzte Zeit bis zur Extubation, durch eine verkürzte Zeit im Aufwachraum, durch ein verringertes Risiko für ein postoperatives Delir und durch eine Entlastung des Anästhesie- und/oder Pflegepersonals.

Ein umfangreicheres Whitepaper zum Einsparungspotential in Kliniken können Sie hier downloaden.

Wie läuft die 14-Tage-Teststellung ab?

Sie senden uns eine Anfrage mit Ihren Kontaktdaten. Wir melden uns darauf zeitnah bei Ihnen und vereinbaren einen Termin für die Lieferung. Sobald das Gerät bei Ihnen eingetroffen ist, geben wir Ihnen eine kurze Einführung per Telefon oder Online-Videokonferenz. Die HappyMed Videobrille  ist jedenfalls sofort einsatzbereit. Es bedarf keiner Installation oder  Konfiguration. Die Bedienung ist kinderleicht und selbsterklärend. 

Auf dem Gerät sind während der Teststellung alle Funktionen und alle Medien für Sie freigeschalten. Sie können das Gerät also vollumfänglich verwenden und 14 Tage kostenlos testen. Falls Fragen auftauchen, dann erreichen Sie uns jederzeit telefonisch oder per E-Mail. 

Nach der 14-Tage-Teststellung  führen wir mit Ihnen kurzes Feedback-Gespräch, wie Sie den Einsatz erlebt haben. Wenn Sie nicht überzeugt waren, dann lassen wir das Gerät auf unsere Kosten abholen. Falls Sie ein oder mehrere Geräte in Ihrer Klinik einsetzen möchten, dann lassen wir Ihnen gerne ein Angebot zukommen. Ggf. können Sie die Brille aus der Teststellung direkt behalten.

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