Forschung & Evidenz

Klinische Studien

Wissenschaftliche Evidenz aus über 45 abgeschlossenen Studien belegt die Wirksamkeit der audiovisuellen Sedierung mit der HappyMed Videobrille in verschiedenen medizinischen Fachbereichen.

45
Abgeschlossene Studien
14
Publikationen
15
Befragungen zur Zufriedenheit
4
Laufende Studien
3
Geplante Studien

Aktuelle Studienpartner

Wissenschaftliche Evidenz

Ergebnisse

Anästhesie

3 Studien

Einfluss präoperativer audiovisueller Ablenkung auf die Aufwachagitation nach Dysgnathiechirurgie: Eine prospektive, randomisierte, einfach verblindete Pilotstudie (2025)

  • Schwere Aufwachagitation fast halbiert: Mit HappyMed-Videobrille vor der Narkoseeinleitung trat eine schwere Aufwachagitation bei 21 % der Patienten auf, ohne Brille bei 40 %.
  • Hohe Akzeptanz, keine Nebenwirkungen: 42 von 43 angesprochenen Patienten stimmten der Teilnahme zu (97,7 %). Alle Patienten der Interventionsgruppe nutzten die Videobrille problemlos, und es traten keine unerwünschten Wirkungen auf.
  • Wartezeit vor der Einleitung sinnvoll genutzt: Die Patienten trugen die Brille im Mittel 22 Minuten in der Wartezeit vor der Narkose. Vor der Präoxygenierung wurde sie abgenommen, danach lief die Anästhesie nach Klinikstandard weiter. Der bestehende Ablauf musste also nicht umgestellt werden.

Der Einfluss audiovisueller Ablenkung auf die Schmerzreduktion während der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) unter kontrollierter Anästhesieversorgung: Eine prospektive, randomisierte Studie (2024)

  • Signifikant weniger Opioid: Mit HappyMed-Videobrille waren sowohl die mittlere als auch die maximale Infusionsrate von Remifentanil signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe (p = 0,028 bzw. p = 0,025).
  • Sicher im Einsatz: Laut den Autoren ist die Videobrille sicher für die audiovisuelle Ablenkung während des Eingriffs. Es handelt sich nach ihren Angaben um die erste Studie zur audiovisuellen Ablenkung bei der TAVI.
  • Randomisiert am Deutschen Herzzentrum Berlin: 90 Patienten mit transfemoraler TAVI wurden randomisiert, 45 mit Videobrille und 45 mit Standardversorgung. Ausgewertet wurde nach dem Intention-to-treat-Prinzip.

Einführung und Evaluation der HappyMed-Videobrille in einer Anästhesieabteilung – Masterarbeit (2021)

  • Entspanntere Patienten, entspannteres Team: 70 % der Patienten fühlten sich mit HappyMed-Videobrille entspannter. Bei 75 % der Anwendungen empfand auch das Anästhesieteam die Situation als entspannter.
  • Weniger Sedativa: Nach Einschätzung der Anästhesisten waren bei 80 % der Patienten weniger Sedativa nötig.
  • Subjektiv kürzer wahrgenommene Behandlungsdauer: 80 % der Patienten empfanden den Eingriff als kürzer
  • Hohe Akzeptanz: 90 % würden die Videobrille beim nächsten Eingriff wieder tragen. Nach Einschätzung des Anästhesieteams profitierten 85 % der Patienten vom Einsatz der Brille.

Kardiologie:

3 Studien

Audiovisuelle Ablenkung bei der kathetergestützten Mitralklappen-Reparatur (M-TEER): Eine sedierungssparende, randomisierte Studie (2026)

  • Rund 22 % weniger Propofol, ohne den Ablauf zu verzögern: Mit aktiver HappyMed-Videobrille sank die mittlere Propofol-Dosis von 5,9 auf 4,6 mg/kg/h (p = 0,002).
  • Deutlich weniger Angst nach dem Eingriff: Vor dem Eingriff war die Angst in beiden Gruppen gleich hoch (NRS 5,1). Unmittelbar danach lag sie mit Videobrille bei 1,1, in der Kontrollgruppe bei 2,5 (p = 0,001).
  • Messbar höhere Patientenzufriedenheit: Die Zufriedenheit mit dem gesamten Klinikaufenthalt war mit Videobrille signifikant höher (ZUF-8: 24,7 vs. 22,5 Punkte; p = 0,005). Die Patienten bewerteten den Eingriff als deutlich angenehmer.
  • Sicher bei hochbetagten Risikopatienten: Bei 60 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 83 Jahren war die Anwendnung erfolgreich.

Audiovisuelle Ablenkung mit Videobrille bei der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) unter Lokalanästhesie: Eine randomisierte Studie (2023)

  • Signifikant weniger Angst nach dem Eingriff: Vor dem Eingriff war die Angst in beiden Gruppen gleich (STAI-S 42,2 vs. 43,6). Danach lag sie mit HappyMed-Videobrille bei 31,5 Punkten, ohne Brille bei 38,5 (p = 0,02). Das entspricht rund 18 % weniger.
  • Eingriff subjektiv kürzer, real nicht länger: Patienten mit Brille schätzten die Eingriffsdauer im Mittel auf 60 Minuten, ohne Brille auf 73 Minuten (p = 0,04). Die tatsächliche Eingriffsdauer unterschied sich nicht signifikant (46,3 vs. 43,6 Minuten).
  • Hohe Akzeptanz bei Hochbetagten: 88,9 % der Patienten mit Videobrille würden sie für die TAVI weiterempfehlen, bei einem Durchschnittsalter von 81 Jahren.
  • Sicher im sedierungsfreien Setting: 117 Patienten wurden randomisiert und alle ausschließlich unter Lokalanästhesie behandelt, ohne Sedierung. Der Eingriff gelang bei allen Patienten. Bei Komplikationen und Delir gab es keinen signifikanten Unterschied, Schlaganfälle und Todesfälle traten nicht auf.

Audiovisuelle Ablenkung zur Stress- und Angstreduktion bei Patienten während Koronarangiographien: Einsatz der HappyMed-Brille (2021)

  • Angst halbiert sich während des Eingriffs: Mit HappyMed-Videobrille sank das Angst- und Stressniveau während der Koronarangiographie um 49 % gegenüber dem Ausgangswert (von 5,5 auf 2,8 auf einer Skala von 1 bis 10). Ohne Brille blieb es nahezu unverändert (5,8 bzw. 5,7).
  • Angst am Ende niedriger: Zum Ende der Prozedur lag das Angst- und Stressniveau mit Brille bei 1,5, ohne Brille bei 3,2.
  • Weniger Analgosedierung: In der Brillengruppe wurde im Mittel halb so viel Midazolam (0,66 vs. 1,33 mg) und 57 % weniger Fentanyl (25 vs. 58 µg) verabreicht.

Orthopädie:

1 Studien

Videobrille vs. selbst gewählte Musik: Wirkung auf Angst und Schmerz bei orthopädischen Eingriffen unter Lokal- oder Regionalanästhesie – eine randomisierte kontrollierte Studie (2023)

  • Angst sinkt signifikant: Mit HappyMed-Videobrille ging die Angst vom Wert vor zum Wert nach dem Eingriff signifikant zurück (STAI-6: −3,6 Punkte; p = 0,028).
  • Bessere Gesamtbewertung: Patienten bewerteten ihr Erlebnis mit Videobrille signifikant besser als Patienten mit Musik (p = 0,029).

Onkologie:

2 Studien

Patientenbefragung in der Kinderonkologie: Wohlbefinden und subjektives Zeitempfinden (2019)

  • Kinder fühlen sich besser: Über 70 % der Kinder gaben an, sich mit der HappyMed-Videobrille besser zu fühlen als ohne.
  • Die Zeit vergeht schneller: 91 % der Kinder empfanden, dass die Zeit mit der Videobrille schneller verging.
  • Volle Akzeptanz: Alle Kinder waren mit dem Filmangebot zufrieden und würden die Videobrille wieder verwenden.
  • Vielseitig einsetzbar: Befragt wurden 12 Kinder zwischen 5 und 16 Jahren. Die Brille kam bei der OP-Vorbereitung, bei Bluttransfusionen und Chemotherapien, beim Aufkleben des EMLA-Pflasters und beim Legen einer Venenverweilkanüle zum Einsatz.
  • Aussagen wie:
    „Wie ich den Film geschaut habe, habe ich ganz vergessen, dass ich im Krankenhaus bin.“
    – Patient, 9 Jahre

Patienten- und Anwenderbefragung in der Kinderonkologie (2019)

  • Hervorragende Akzeptanz: 100% der Patienten möchten die HappyMed Videobrille gerne wieder verwenden.
  • Besseres Befinden, die Zeit vergeht schneller: 67 % der jungen Patienten fühlten sich mit der HappyMed-Videobrille besser als ohne, und 73 % empfanden, dass die Zeit schneller verging.
  • Entspanntere Behandlungssituation: 64 % des medizinischen Personals erlebten die Behandlung mit Videobrille als entspannter. In 40 % der Fälle war die Durchführung der Behandlung einfacher.
  • Klare Empfehlung des Personals: Bei 91 % der Behandlungen würde das Personal die Videobrille erneut einsetzen, und alle Anwender empfehlen sie weiter. Befragt wurden 12 Patienten im Alter von durchschnittlich 11 Jahren, bei Verbandwechsel, Lumbalpunktion, Anlage von PVK/ZVK und Chemotherapie.

Zahnmedizin:

2 Studien

Anwendungs- und Benutzerfreundlichkeit der HappyMed-Videobrille in der Kinderzahnmedizin aus Sicht der Kinder – Diplomarbeit (2018)

  • Behandlung subjektiv kürzer: 80 % der Kinder empfanden die zahnärztliche Behandlung mit HappyMed-Videobrille als kürzer.
  • Hohe Akzeptanz: 90 % der Kinder wollten die Videobrille gerne wieder verwenden.
  • Angenehmer und abgelenkt: Die Kinder empfanden die Behandlung als angenehmer, waren vom Behandlungsumfeld abgelenkt und berichteten weniger Angst.

Effekte audiovisueller Ablenkung bei zahnmedizinischen Eingriffen an Erwachsenen – eine Fragebogenstudie (2017)

  • Signifikant stärker abgelenkt: Mit HappyMed-Videobrille waren die Patienten signifikant stärker von der Behandlung abgelenkt (p ≤ 0,05).
  • Behandlung kürzer empfunden: Die subjektiv empfundene Behandlungsdauer war mit Videobrille signifikant kürzer (p ≤ 0,05).
  • Weniger Behandlungsgeräusche wahrgenommen: Die Patienten nahmen die Geräusche der Behandlung signifikant weniger wahr (p ≤ 0,05).

Geriatrie:

1 Studien

HappyHour – Eine Pilotstudie zur Messung der Schlafqualität durch audiovisuelle Stimulierung (2016)

  • Besser durchschlafen: Ohne Videobrille gaben 50 % der Bewohner Durchschlafprobleme an, in der Phase mit HappyMed-Videobrille nur noch 27 %.
  • Schneller einschlafen: Ohne Brille brauchten 25 % der Bewohner bis zu 60 Minuten zum Einschlafen. Mit HappyMed schliefen alle innerhalb von 30 Minuten ein, mehr als die Hälfte davon in weniger als 15 Minuten.
  • Auch objektiv messbar: Bei 58 % der Bewohner verbesserte sich die per Aktivitätstracker gemessene Schlafqualität.
  • Weniger Schlafmedikation: In 3 von 12 Fällen konnte die Dosis der üblichen Schlafmedikation reduziert werden.

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Mögliche Einsatzgebiete sind:

  • Anästhesie
  • Intensiv
  • Dermatologie
  • Onkologie
  • Gynäkologie
  • Pädiatrie
  • Orthopädie
  • Kardiologie
  • Zahnmedizin
  • Urologie
  • Gastroenterologie
  • Chirurgie
  • bildgebende Verfahren