Das Leipzig Heart Institute und das Herzzentrum Leipzig erforschen zukunftsweisende Methoden in der Patientenbetreuung

Stress und Angst stehen im Mittelpunkt einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen, leider werden ihre Auswirkungen häufig zu wenig wahrgenommen. Ein Routine-Eingriff kann zu einer herausfordernden Situation werden, wenn Patienten von Stress und Angst geplagt sind. Herz-Kreislauf-Operationen können schwerwiegende Komplikationen mit sich bringen – insbesondere ältere Patienten sind gefährdet.

Beruhigungsmittel und Analgetika werden verabreicht, um Patienten zu beruhigen und zu entspannen, aber ihre Verwendung geht mit weiteren Risiken einher. Der nicht-pharmakologische Ansatz der audiovisuellen Entkoppelung von Patienten hat das Ziel Angst, Stress und Schmerz weitgehend zu reduzieren und ist somit ein völlig neuartiger Weg hin zu mehr Sicherheit und Effizienz für Patienten und behandelnde Ärzte und Therapeuten.

 

Audiovisuelle Ablenkung für Patienten

 

Die HappyMed Videobrille steht im Mittelpunkt einer Studie zum Thema “Patient Care” am Leipzig Heart Institute. Die randomisierte, kontrollierte Studie umfasst 200 Patienten, die sich einer Schrittmacherimplantation unterziehen. Geleitet wird die Studie von Rhythmologie-Oberärztin Dr. Kerstin Bode, die von Assistenzarzt Matthias Lerche und der Abteilungsleiterin des EPU- und Herzkatheter-Labors Beatrix Halama unterstützt wird  mehr dazu.

Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmung von Schmerzen bei Patienten, welche die Videobrille verwenden, geringer und die Zufriedenheit höher ist als bei Patienten, denen ausschließlich Beruhigungsmittel verabreicht wurde.

„Die Patientenversorgung ist uns wichtig, wir wollen Stressfaktoren nach Möglichkeit ausblenden. Mehr Medikamente sind nicht immer die sicherste Option, daher suchen wir nach Alternativen. Die HappyMed-Videobrille hat sich als hervorragendes Werkzeug für den Einsatz in Herzkatheter- und EPU-Labors erwiesen”.

 

HappyMed in der Kardiologie


Die Verwendung von HappyMed Videobrillen in kardiologischen Abteilungen wie z.B. im Herzkatheterlabor ist relativ neu und wir sehen eine sehr positive Resonanz. Die HappyMed GmbH hat kürzlich an der Kardiovaskulären Frühjahrstagung in Leipzig teilgenommen. Die Videobrille wurde sehr gut aufgenommen und unter den neuesten Entwicklungen und Innovationen in der Herz-Kreislauf-Medizin vorgestellt.

In den kommenden Monaten starten weitere wichtige Forschungskooperationen:

– Am Universitätsklinikum Essen wird eine Studie initiiert, die die HappyMed-Videobrille bei elektrophysiologischen Untersuchungen testet. Es ist geplant, 70 Patienten in die randomisierte Untersuchung aufzunehmen.

– Am Deutschen Herzzentrum in Berlin startet demnächst eine weitere Studie, die sich mit der subjektiven Schmerzwahrnehmung bei TAVI-Eingriffen befasst. 90 Patienten sollen inkludiert werden.

Haben Sie fragen zu wissenschaftlichen Arbeiten oder möchten Sie gerne eine Studie starten? Dann wenden Sie sich gerne an unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Arabella Brunner, MSc ab@happymed.org +)